Autogas ist in Deutschland mittlerweile etabliert. Es gibt einen starken Anstieg an umgerüsteten PKW und neuen Gastankstellen. Dieses Flüssiggas (ein Butan/Propan-Gemisch) wurde ursprünglich verbrannt, weil es als wertloser Abfall bei Erdgas- und Erdölförderungen sowie von Raffinerien von Mineralölen (Benzin, Diesel..) angesehen wurde. Seit Jahrzehnten wird es allerdings als Energieträger genutzt – wie eben bei Fahrzeugen mit Otto-Motoren. Es gibt aber auch Alternativen zu diesem Gas, das bei der ansteigenden Rohstoffknappheit von Vorteil ist.

Biokraftstoff: Nachhaltige Energieversorgung

Es gibt Möglichkeiten, aus anderen Neben- bzw. Abfallprodukten, wie es das Autogas ist, ebenfalls Kraftstoff herzustellen. Und diese sind keine Nebenprodukte von Rohstoffen wie Erdöl, die nur begrenzt zur Verfügung stehen. Es ist zum Beispiel möglich, aus gebrauchtem Pflanzenöl Biodiesel zu gewinnen. Pflanzenfett fällt in rauen Mengen unter anderem in der Gastronomie an – und bevor es entsorgt wird, kann es genauso gut durch ein spezielles Verfahren in Biokraftstoff umgewandelt werden. Das macht beispielsweise die amerikanische Firma Green Gallon Solutions, die von der deutschen Firma Prosperia finanziell unterstützt wird. Durch kurze Anlieferungs- und Auslieferungswege wird die grüne Energie nachhaltig verteilt.

Vorteile von Biodiesel gegenüber Autogas

Autogas ist vor allem deshalb beliebt, weil die Steuern hier deutlich geringer sind als bei normalem Kraftstoff. Bislang wird es mit 18 Cent/kg (was ungefähr 9,74 Cent/l sind) besteuert. Das ist aber nur noch bis 2018 so; danach wird auch hier die Steuer angehoben auf stolze 40,9 Cent/kg (was etwa 22,1 Cent/l entspricht). Damit liegt die Steuer nur geringfügig unter dem Steuersatz für Biokraftstoff (aktuell 45,03 Cent/l). Durch Auflagen von der Regierung wird der Anteil an Biokraftstoff immer weiter steigen, da die Beimischungsquote von Biodiesel zu Mineralöl ebenfalls kontinuierlich erhöht werden soll, um die Emissionen zu verringern. Im Jahr 2007 hatte Biodiesel einen Anteil im Straßenverkehr in Deutschland von bereits 7%. Kraftstoffe aus nachwachsenden und nachhaltigen Rohstoffen werden in Zukunft immer weiter gefördert werden, sodass eine Umrüstung auf diesen Kraftstoff anzuraten ist.